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Hörnum liegt an der Südspitze der Insel Sylt. Von Norden kommend erreicht man es auf der Landesstraße L 24 auf einer Fahrt durch eine urwüchsige und natürliche Dünenlandschaft. Der kleine Ort wird an drei Seiten von der Nordsee umbrandet und verfügt über kilometerlange, weiße Sandstrände, die nicht nur zum Spazieren gehen und Baden einladen, so dass sich die herrliche und gesunde Nordseeluft überall genießen lässt. Die etwas abseits gelegene Lage, erweist sich in der heutigen Zeit, als großer Vorteil, für den Ruhe und Erholung suchenden Feriengast, der das hektische Treiben in den Insel-Metropolen lieber vermeiden möchte. Als Hörnums Wahrzeichen kann man den 34m hohen Leuchtturm bezeichnen, auf dem den Besucher ein herrlicher Ausblick über die Nordsee und die Insel erwartet. Der Hörnumer Hafen ist Sylts einziger Schutzhafen und so wird er bei Sturm und Orkan auch heute noch von zahlreichen Fischkuttern angesteuert. Täglich werden dort fangfrische Krabben angeboten. Außerdem ist er die Heimat weißer Bäderschiffchen, die von hier sowohl zu Kurzseefahrten, als auch zu Tagestouren zu den Halligen, Amrum und Föhr und der Hochseeinsel Halun ( Helgoland ) auslaufen. In den Sommermonaten ist die fast 3 Meter lange Kegelrobbe “ Willi “ ständiger Gast und lässt sich mit Fischen füttern. Auch ein Seenotrettungsboot und ein Kreuzer der Küstenwache sind hier stationiert. Im Ort selbst gibt es einen Bäcker und einen kleinen Supermarkt, auch eine Arztpraxis, sowie etwa 10 Restaurants und Kneipen, die die Bewirtung der etwa 750 Einheimischen und Ihrer Feriengäste übernehmen. Im nördlichen Teil des Ortes befindet sich die Jugendherberge sowie das Jugendaufbauwerk Schleswig-Holstein und Erholungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche. Momentan entsteht dort, auf dem Gelände der ehemaligen Pydder-Lüng Kaserne auch ein 18 Loch Natur-Golfplatz mit Linkskurs, der Hörnum , außer einem 5 Sterne Golfhotel, einen großen Aufschwung bringen soll. Erwähnenswert ist auch die Geschichte des kleinen Ortes. Im späten Mittelalter spielte Hörnums Dünenfjord, der Budersand, als Versteck und Winterquartier bekannter Seeräuber eine Rolle. Später als Stützpunkt einer großen Heringsflotte, die damals massenhaft um Hörnum zu fangen waren. Nach dem Ausbleiben der Fischschwärme versank Hörnum Jahrhunderte lang ins geschichtliche Nichts und war nur noch als Tummelplatz für Dünen- und Meeresgeister, wie Ekke Nekke Pen, Puan Klent und den Diikjendälmann interessant. Anfang des letzten Jahrhunderts entstand dann ein Schiffsanleger, an dem u.a. der Raddampfer Cobra anlegte und der Leuchtturm, wenig später auch die, heute wieder verschwundene, Inselbahn. 1914-1918 erwartete die Inselwache dann eine Landung der Briten und der aufkommende Bäderbetrieb kam wieder zum Erliegen, da niemand die Strände betreten durfte. 1935 wurde auf Sylt auch wieder aufgerüstet. In Hörnum wurde ein Seefliegerhorst errichtet. Eine vorher nie bekannte Bauaktivität überzog die Insel und in Hörnum wurden Kasernen und Wohngebäude für Tausende von Soldaten errichtet. Dies erklärt auch den, heute noch vorhandnen, baulichen Charakter des Ortes. Nachdem auch der 2. Weltkrieg die Insel verlassen hatte boomte im Wirtschaftwunderland der Tourismus auf Sylt und wuchs sich zu einer bis heute nicht endenden Erfolgsstory aus und so ist die Insel zu dem wohl bekanntesten und beliebtesten Urlaubsziel, innerhalb Deutschlands geworden und wird es wohl auch noch lange bleiben. Nachdem auch die Bundeswehr endgültig die Insel verlaßen hat ist jetzt auch Hörnum zur Boomtown mutiert und eine neue Generation von Einheimischen hält Einzug. Hörnums Jahre sind jedoch gezählt, in ca. 70 Jahren wird der Ort wieder das sein, was er in vorgeschichtlicher Zeit auch schon einmal war : Meeresboden. Bis dahin aber können noch viele Feriengäste und Sie hoffentlich auch, einen unbeschwerten Urlaub, an Hörnums Gestaden planen.
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